Niemand ist perfekt. Manchmal treffen wir falsche Entscheidungen, sind mal lieb, mal unpünktlich, mal schüchtern. Manchmal wären wir gerne anders, als wir in Wirklichkeit sind. Weil Fluchen gesellschaftlich zwar verpönt ist, gleichzeitig aber wunderbar als Blitzableiter für angestaute Wut funktioniert, gibt es praktischerweise eine Service-Seite mit mehr als dreissig Schimpfwörtern und als Ausgleich direkt danach eine Auswahl an «Nettigkeiten für Sonn- und Feiertage».
Solcherlei Einschübe und natürlich Juliane Piepers frech-fröhliche Zeichnungen von popelnden Kindern und Frustmandalas zum Ausfärben erheitern ungemein. Der Autorin geht es aber um mehr: Sie will mit ernst gemeinten Tipps, Hintergrundinformationen und Verständnis für widersprüchliche Gefühle helfen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und zu behaupten, Selbstvertrauen zu entwickeln und ein engagierter, gesunder Mensch zu sein. Ein grosses Sammelsurium vieler Themen, welches nicht einfach einzuordnen ist. Sandra Dettwyler