Fabian und Lotta teilen das gleiche Schicksal. Beide müssen umziehen: Fabian aus der Grossstadt in ein Haus aufs Land, Lotta aus genau diesem Haus in die Stadt. Die Schule ist ihr gemeinsamer Ort. Da beiden der Wechsel schwerfällt, treffen sie eine Vereinbarung: «Stadtnachhilfe für Lotta. Dorfnachhilfe für Fabian.» Aus dieser pragmatischen Lösung entwickelt sich eine enge Freundschaft. Als ein Mitschüler sich an Lotta heranmacht, hat Fabian ein ungutes Gefühl. Die achtungsvolle Beziehung zu Lotta steht auf dem Spiel.
Fabian und Lotta treten im Wechsel als Ich-Erzähler:in auf. Sie beschreiben ihren Umzug und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Verlustgefühle. Die gegenseitige Unterstützung ist für beide bereichernd. In ihrem neuen Jugendroman schreibt J. Mohr sensibel über den verbalen und körperlichen Übergriff. Es ist eine realitätsnahe Geschichte junger Menschen und ihres Umfelds. Das wichtige Thema «Nein heisst Nein» wird gut eingebaut. Empfehlenswert, auch als Klassenlektüre. Susanne Wyss