Als Lou wegen eines Schauspielengagements ihrer Mutter von Hamburg nach Mannheim umziehen muss, drückt sie ihren Groll, kein Mitspracherecht gehabt zu haben, und den Verlust ihrer Freunde mit dem Hören lauter Musik aus. Zwar ist ihr die neue Nachbarin, eine ältere Frau namens Freya, nicht geheuer, doch eines Tages steht sie wütend in deren Garten. Freya drückt ihr Geschirr in die Hand. Lou zerschmettert es, und aus den Scherben lassen die beiden neue Kunstwerke entstehen. Und da ist auch noch Tikey, für den Lou Gefühle entwickelt. Doch etwas stimmt nicht mit ihm.
Mit Lous Verlustwut und ihrer Rebellion identifizieren sich die Lesenden dank der flüssigen Sprache gut. Entwurzelung und Neufindung sind generationenübergreifende Themen des Romans. Die echte Story über die Umweltaktivistin J. B. Hill und den Mammutbaum Luna wird dabei schön in das Buch eingearbeitet. Insgesamt ein gutes Jugendbuch, das die Probleme bei Verlust anspricht und Lösungen zeigt, wenn auch zeitlich sehr verdichtet. Christina Weirich