Eni will eine Statue zurück in die Grabstätte in Cerveteri bringen, aus der sie einst geraubt worden ist. An einer Raststätte trifft sie den Taxifahrer Helmut. Er nimmt Frau Borch mit und fährt sie nach Capri, zunächst gegen ihren Willen, doch beim Anblick von Enis orangem Mantel lenkt sie unvermutet ein. Gemeinsam begeben sich die drei auf eine abenteuerliche Reise.
Die Geschichte, aus Enis Sicht erzählt, wird immer wieder unterbrochen von Retrospektiven aus der Sicht von Frau Borch, die gleich zu Beginn darauf verweisen, dass die alte Frau ein dunkles Geheimnis hat. Der erste Teil des Textes ist durchaus spannend zu lesen, doch dann häufen sich die Zufälle und schicksalhaften Begegnungen, was der Geschichte etwas Erzwungenes verleiht. Dieser Eindruck verstärkt sich mehr und mehr und gipfelt in einem Schluss, bei dem man das Gefühl nicht los wird, dass die Autorin selbst die Geschichte so schnell wie möglich zu Ende bringen wollte, egal wie. Weniger wäre hier mehr gewesen! Mélanie Gerber