Sie heissen Adele, Jean-Luc, Elise, Abdel-Kader, Claude, Alois und Pauline und erzählen, was sie im Jahr 1871 Anfang Februar im Jura erleben. Sie sprechen für die rund 87 000 Kriegsversehrten der Bourbaki-Armee und für die Einheimischen von Les Verrières, deren Alltag sich von einer Stunde auf die andere verändert. Sie werden zu Helfenden und Pflegenden und sind mit einer grausigen Wirklichkeit konfrontiert, die nach Krankheit, Hunger und Tod riecht, die aber auch von der Dankbarkeit der Geflüchteten erfüllt ist.
Nach dem Entfernen des Umschlags, der das Bourbaki-Panorama zeigt, erlebt man in sieben kurzen Geschichten hautnah, wie sich dieses Drama abgespielt haben könnte. Das Erzählen aus der Sicht von Kindern und Erwachsenen, die sich als farbige Zeichnungen aus dem Panorama abheben, gibt zu denken und macht betroffen. Mit Grafik- und Kartenmaterial, dem Nachwort mit Sachinformationen und Glossar ist dieses Heft für Schulen und Familien sehr empfohlen und trotz Historie aktuell. Katharina Siegenthaler