Die Matria ist eine Zone für Frauen und Kinder. Streng bewacht, selbst verwaltet und gewaltfrei. In diesem Zufluchtsort dürfen Jungen im Jahr 2043 nur bis zur Pubertät bei ihren Müttern bleiben. Sie kommen dann zur Musterung und in ein Camp, in dem sie Prüfungen zu absolvieren haben. Elias ist so weit. Er muss seine Freundin und seine Mutter verlassen, um als anständiger, verantwortungsvoller Mann zurückzukehren oder die Matria (freiwillig) zu verlassen.
Elsässer nennt seine Geschichte eine Femtopie, in der er versucht zu verstehen, warum Femizide zunehmen und warum die Angst vor Männern sowohl alltäglich als auch berechtigt ist. Leider gelingt der Einstieg nur schleppend. Die Matria und einige Figuren werden ausgiebig beschrieben, während der zweite Teil mit Camp und Prüfungen zwar fesselt, die anderen Prüflinge aber nur oberflächlich charakterisiert werden. Das Gedankenexperiment inspiriert jedoch, bietet eine spannende Diskussionsgrundlage für junge Erwachsene und wirkt nach. Sandra Dettwyler