Kein Bild von mir

Der Coming-of-Age-Roman erzählt von zwei einschneidenden Ereignissen in Jips Pubertät: wie ihre Freundschaft zu Oever zerbricht (übrigens der Originaltitel auf Niederländisch) und sie sich in einen Jungen verliebt, den sie in Briefform mit «Du» anspricht. Niemand glaubt Jip, dass sie Jungen mag, nur der Junge, in den sie sich verliebt – oder zu verlieben glaubt?

Die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und adressiert Fragen der Individualität und Geschlechtsidentitätsfindung. Dass Jip den wahren Grund für das Zerbrechen der Freundschaft mit Oever verschweigt, zeigt sich erst viel später. Diese Unbestimmtheit zählt zu den Qualitäten des Stils. Die fragmentierten Erzählungen und unfertigen Zeichnungen von Jip sind Ausdruck der eigenen Zurückhaltung bezüglich ihrer Identität. Diese blitzt gelegentlich in unglaublich schönen Vergleichen auf, z. B. wenn sich Jip mit der Bleistiftstärke 2B oder einem Stück Pastellkreide vergleicht. Ein zartes, sehr persönliches und relevantes Buch. Alexia Panagiotidis

Titel Kein Bild von mir
Autor:innen Volbeda, Ludwig
Kollation A. d. Niederländ. v. R. Erdorf, geb., s. w. illustr., 224 S.
Verlag, Jahr Gerstenberg , 2026
ISBN 978-3-8369-6380-0
Kategorie Belletristik
Schlagwort Identität / Körper
Alter ab 13
Bewertung
Rezension publiziert 17.09.2026