«Irgendetwas an mir scheint falsch zu sein.» Rike fühlt sich in ihrer Familie wie ein Teil, der nicht passt. Sind ihre Mutter und ihr Vater wirklich die leiblichen Eltern? Mit ihrem neuen Mitschüler Nico, der sie gut versteht und mit dem sie ein Schreibseminar besucht, versucht sie, ihre Steinchen zu ordnen und Ruhe in ihr Gefühlschaos zu bringen.
Das Buch – das Notizbuch der Protagonistin Rike – kommt als lyrisch geschriebener Text daher. Dieser ist in hundert kurze Abschnitte gegliedert und einfach zu lesen. Es sind klare Worte, die Zweifel und Verletzlichkeit ausdrücken, wobei der Grundtenor durchwegs positiv und lebensbejahend ist. Die «100 Teile» ziehen sich wie ein roter Faden durch. Sie sind nicht nur im Aufbau, sondern auch als Puzzlestücke auf dem Cover ersichtlich und beschreiben die Gefühlslage der beiden jungen Menschen auf Identitätssuche – eine gelungene Komposition. Ulla Schuh wurde für ihr Werk mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg ausgezeichnet. Susanne Wyss