Noch steht der grosse Käfig im Stadtpark leer. Bald macht sich eine Gruppe Jäger auf, im Urwald einen riesigen Affen einzufangen. Er lebt seitdem im viel zu engen Käfig. Viele Menschen bestaunen ihn, bis es ihnen in den Sinn kommt, ihm Malsachen zu bringen. Tatsächlich beginnt der Gefangene, Bilder zu produzieren. Sehr langweilige, die nur Gitterstäbe wiedergeben. Doch bald entwickelt er ein Gefühl für Farben und Formen. Es gelingt ihm das Kunststück, den Käfig wegzumalen und in den Urwald zurückzukehren.
Kleine, farbige und vereinfacht gezeichnete menschliche Figuren stehen dem riesigen, blauen, an einen Gorilla erinnernden Affen gegenüber. Der Hintergrund wechselt in den Szenen im Stadtpark zwischen einfarbig gelb, rosa oder blau. Wo die Geschichte im Urwald spielt, wachsen unzählige Pflanzen in diesen Farben wild durcheinander. Der Text beschränkt sich auf einen Satz pro Doppelseite und lässt genügend Spielraum für eigene Gedanken und Interpretationen. Monika Fuhrer