Lea ist genervt von ihrer besten Freundin, die sich plötzlich nur noch für Jungs interessiert, von den Jungs in ihrer Klasse, die sich total kindisch verhalten, und von ihren Eltern, die sie einfach nicht verstehen wollen. Gelangweilt beschliesst sie aus Spass, einen Chat mit einem KI-Bot zu starten. Doch aus neugierigen Nachrichten wird schnell mehr, denn durch den Chat mit «Creepy» fühlt sich Lea beachtet, verstanden und endlich zugehörig. Bis ein unerwartetes Ereignis ihr komplett den Boden unter den Füssen wegreisst.
Die Geschichte liest sich flüssig. Das ist sicherlich zu einem grossen Teil ihrer sehr authentischen Protagonistin zu verdanken. Anders als der Klappentext vermuten lässt, ist Lea erfreulich reflektiert; nicht ohne Grund nennt sie den Chat-Bot «Creepy». Doch obwohl Lea sich bewusst ist, dass sie mit einer KI chattet, kann sie sich nach und nach ein Leben ohne «Creepy» nicht mehr vorstellen. Eine aktuelle, erschreckend realistische Geschichte, die sich zu lesen lohnt. Mélanie Gerber