Nikita lebt mit seiner Tante bei einer Gastfamilie. Die Hündin Cora wird seine treue Begleiterin – mit ihr streift er durch den Wald und beobachtet heimlich, wie Lena und Lukas eine Hütte bauen. Nikita möchte dazugehören, doch er wird abgelehnt. Die neue Sprache ist schwierig und behindert ihn. Mit Unterstützung seiner Pultnachbarin Amelia und den Telefonaten mit seiner Mutter wächst sein Selbstvertrauen. Als die Hütte in Gefahr ist, greift Nikita mutig ein – und macht einen Schritt Richtung Freundschaft.
Nikita ist sensibel und ringt mit der neuen Sprache – etwa beim Wort «Armleuchter». Dies bringt Humor in die Geschichte, in der zwei gerade aktuelle und eher anspruchsvolle Themen aufgegriffen werden: Flucht aus der Ukraine und jüdisch sein. Das Buch fördert das interkulturelle Verständnis und zeigt, wie wichtig Zuhören und Miteinanderreden auch unter Kindern ist. Die schwarz-weissen Illustrationen gefallen, der pädagogische Impuls bleibt spürbar, aber nie belehrend. Nathalie Fasel