Man schreibt das Jahr 2064. Tonia lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrem Bruder Rudi ein so genannt «konformes» Leben. Sie trägt ihren Sensor, gibt alle möglichen Gesundheitsdaten in ihr Handy ein und hinterfragt «das System» nicht, das jeden ihrer Schritte mittels Kameraaufnahmen verfolgt. Doch dann verschwindet plötzlich ihr Bruder Rudi. Sol taucht auf und stellt Tonias Gefühlswelt völlig auf den Kopf. Sie flüchtet in den Wald, um ihre Gefühle zu ordnen, und ist plötzlich mittendrin in einer gefährlichen Suche nach einer unerhörten Wahrheit.
Stefanie Höfler schafft es in ihrer Dystopie meisterhaft, mittels Rückblenden und Einschieben von mysteriösen Briefen Spannung aufzubauen. Das Buch liest sich in einem Rutsch, und wenn man einmal begonnen hat, fällt es schwer, es wieder aus der Hand zu legen. Die Story ist erschreckend aktuell, was einen Teil des «Thrills» ausmacht. Der Schluss ist leider sehr pathetisch und will nicht so recht zum Rest der Geschichte passen. Trotzdem lesenswert! Mélanie Gerber