«Tropf, tropf, tropf» – die Gletscherdecke in Glatschis Zuhause schmilzt. Die Winter werden wärmer. Für den Gletscherhirten höchste Zeit, ein neues Zuhause zu suchen. Aber wie? Und wo? Gemeinsam mit Viturin und Grossvater Giusep schmiedet er einen Plan, der ihn auf eine weite Reise in die Kälte führen soll.
Nach dem diesjährigen Hitzesommer trifft Imark mit seinem ersten Kinderbuch ein topaktuelles Thema und verpackt es in eine warmherzige Geschichte. Ohne Mahnfinger schafft er es, mit Glatschi sein Zielpublikum abzuholen: 16 reichhaltige, liebe- und stimmungsvoll illustrierte Doppelseiten laden zum Entdecken ein (wobei man sich z. T. visuell erst etwas orientieren muss) und regen zum Kind-Erwachsenen-Austausch an. Verschiedene Erzähltempi lassen die Handlung an manchen Stellen etwas unübersichtlich wirken. Der Schluss vermittelt ein Gefühl eines etwas «plumpen» Endes. Einige Inputs/Ideen, wie jede:r Einzelne etwas gegen die Klimaerwärmung tun kann, würde dem u. U. etwas entgegenwirken. Kathrin Ritterath