Das Kind erzählt von seinem Grossvater. Er wohnt an einem friedlichen Ort am See, zusammen mit Rotfüchsen, Wölfen, Kojoten und Wüstenfüchsen. Niemand ahnt, was die Kaltschnauzen im Schilde führen, und dass dies zur Gefahr für alle werden könnte. Eines Tages führen die Kaltschnauzen alle Rotfüchse ab. Die anderen schweigen, denn sie sind ja keine Rotfüchse. Als jedoch die Kaltschnauzen ungestört weitermachen, hat dies fatale Folgen für alle.
Die Akteure sind diverse Tiere mit menschlichen Attributen, mit einem Hund als erzählender Figur. Der Text lehnt sich an das Gedicht von Martin Niemöller («habe ich geschwiegen») an und liegt hier als Parabel in der Form eines anspruchsvollen Bildersachbuches vor. Eine eigenwillige Farbgebung und die abgebildeten Symbole (Verbotstafeln, Fahnen) passen sehr gut zu den angesprochenen Begriffen wie Rassismus, Kolonialismus, Aneignung fremden Eigentums, religiöse Verfolgung und Homophobie. Ein wichtiges Buch für alle und ein Aufruf zur Zivilcourage. Katharina Siegenthaler