Piet, der Dachs, will seinen besten Freund Lutz besuchen. Denn Freunde sind das Tollste auf der Welt. Das sieht der Weg anders. Er hat keine Freunde und deshalb soll Piet auch keine haben, beschliesst er. So macht er es denn Piet so schwer wie möglich, zu seinem besten Freund zu kommen: Er wölbt sich, teilt sich, baut steile Wände vor Piet auf, führt ihn auf einen wilden, kaum zu überwindenden Fluss zu. Doch Piet zeigt sich weiterhin fröhlich, unbeirrt und einfallsreich, um die Hindernisse zu überwinden. Der Weg kann es nicht fassen.
Die von Neid und Frust getragene Intention des sehr kreativ und ausdrucksstark in Szene gesetzten personifizierten Weges seitens der belarussischen Künstlerin Silivonchik bildet einen starken Kontrast zu den sonst kinderfreundlichen Elementen. Irgendwie möchte man mehr darüber erfahren, warum der Weg so neidvoll ist. Die Antwort bleibt das Buch schuldig, widmet sich dafür aber intensiv dem Thema Freundschaft: Freunde sind es wert, dass man um sie kämpft. Christina Weirich