Paris, Anfang 20. Jahrhundert. Waisenjunge und Meisterdieb Aristide hat Glück. Beinahe kommt er bei einem Kutschenunfall ums Leben. Jemand hat versucht, ihn zu töten. Der Taschendieb Julien fischt ihn aus der Seine und gibt gleich seiner aus noblem Hause stammenden Freundin Leontine Bescheid. Die beiden kümmern sich um Aristide und wundern sich über die spezielle Uhr und das Werkzeug, das der Junge bei sich trägt. Weil sein Gedächtnis ihn im Stich lässt, kann dieser keine Auskunft geben. Die drei verfolgen Spuren und kommen hinter Geheimnisse und Intrigen.
Die Geschichte ist eine Anlehnung an Arsène Lupin von M. Leblanc. Sie besticht weniger durch die Erzählung, sondern durch den guten Mix an Fliesstext, ganzseitigen Panels und Comic-Elementen. Die vielen Illustrationen sind alle in Blau und Gelb gehalten. Spannend und gut gewählt sind Zeit und Ort und die Figur der charakterstarken Leontine. Sonst ist die Meisterdieb-Geschichte leider etwas abwegig und mit schwierigen Wörtern bestückt. Susanne Wyss