Leon lauscht der Gutenachtgeschichte seines Vaters: Mitten im verschneiten Wald entdeckt Noel vom Waldrand endlich das Zuhause des Kindes vom Herzen des Waldes. Noel will es unbedingt kennenlernen, um ihm all seine Geschichten erzählen zu können. Aber er hat Pech. Das Kind ist nicht da, denn es ist just unterwegs, um den Opa vom Waldrand zu suchen, der ihm Geschichten erzählen könnte. Zum Glück treffen sich die beiden auf halbem Weg nach Hause doch noch.
In dieser poetischen Geschichte mit zwei Erzählebenen und den Namen der Protagonisten als Palindrom entführt der Vater, ein begnadeter Geschichtenerzähler, seinen Sohn Leon in einen verschneiten Fantasiewald. Der zweifarbige Text lässt die jeweilige Erzählebene erkennen. Darin sind Leons Zwischenfragen passend eingeschoben. Hell und leicht wirken die doppelseitigen Bilder in Aquarelltechnik. Dass Noel im Titel Papa, in der Geschichte jedoch ein Opa ist, irritiert etwas. Keine Weihnachts-, aber eine zauberhafte Wintergeschichte. Katharina Siegenthaler