Finn und Fiona reisen ins Wörterland, um verstossene Körperwörter aus dem Tabuwald zu retten. Diese möchten nämlich gerne in die Körperwohnstrasse der Stadt ziehen, damit «untenrum» alles wieder beim richtigen Namen genannt werden kann. So lässt sich die Rahmenhandlung dieses Bilderbuches grob zusammenfassen, in dem es weniger um Aufklärung im eigentlichen Sinne geht, sondern vielmehr um damit verbundene Begrifflichkeiten. So begegnen Finn und Fiona nicht nur Penis, Vulva und Vagina, sondern auch Scham, Mut und Klartext, welche allesamt personifiziert dargestellt werden.
Ein sensibles Thema, welches von einer Sexualpädagogin formuliert und kindgerecht illustriert wurde; dennoch bleibt vieles offen. So verbannte Tabu gewisse Wörter aus der Stadt, im Wald begegnen die Kinder jedoch der Scham. An dieser Stelle wird die Kernbotschaft des Buches vermittelt, wonach das korrekte Benennen von Körperteilen ein Beschützen erst ermöglicht. Wünschenswert wäre ein Verorten der anatomischen Begriffe. Nina Meister