Auf dem Hof Schulze-Diekamp müssen die Tiere nach dem Tod des Bauern ohne Menschen auskommen. Bald merken sie, dass das Zusammenleben ohne Ordnung nicht funktioniert; die Grösseren und Stärkeren setzen sich rücksichtslos durch. Hund Joscha und Zicklein Kimmi holen Rat bei Esel Benjamin, der in seiner Vergangenheit auf der Farm der Tiere von George Orwell gelebt hat. Diese Gemeinschaft scheiterte bekanntlich kläglich. Die drei Tiere führen Regeln ein, die für alle gelten, und es wird über Abstimmungsformen debattiert. Nach der ersten Wahl von fünf Bestimmenden kommt Ruhe über den Hof.
Brandaktuelle Themen wie Demokratie, Mitbestimmung und Gerechtigkeit werden in eine humorvolle Geschichte verpackt und in kurzen, verständlichen Sätzen erzählt. Die vielen farbigen Illustrationen geben die Stimmung der Tiere gut wieder, sprechen aber klar ein jüngeres Publikum an. Für dieses ist die Handlung recht ereignislos, und die vielen verschiedenen Tiernamen sowie die langen Dialoge erfordern Ausdauer. Katharina Marti