Wanda hat genug vom Leben im Heim und von Pflegefamilien, die sie wieder zurückschicken. Darum beschliesst sie, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen, und bricht auf, um ihr Glück zu suchen. In der Stadt stösst sie gleich in der ersten Nacht auf ein vermeintlich sicheres Versteck und begegnet vielen aussergewöhnlichen Menschen, die sie auf ganz verschiedene Arten unterstützen. Alle haben eines mit Wanda gemeinsam: Auch sie möchten ihr Glück finden, alle auf ihre ganz eigene Weise. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einer weiteren Ausreisserin: einer Bärin aus einem Berliner Park.
Das Buch, eine Art modernes Märchen mit viel Symbolik und dem klassischen «Gut gegen Böse»-Topos, ist eine bewegende und tiefgründige Geschichte über Mut, Freundschaft und darüber, was man alles erreichen kann, wenn man zusammenhält. Während die (recht eigenwilligen) Figuren äusserst glaubwürdig und authentisch erscheinen, ist der Schluss der Geschichte leider nicht mehr ganz so schlüssig – Schade! Mélanie Gerber