Joshua hat eine grosse Passion, das Zeichnen. Über seinen Freund Dylan lernt er Lindsay kennen, die sich von ihm zeichnen lassen will. Dabei kommen sich die beiden näher, was Joshua überfordert, weil Lindsey widersprüchliche Signale sendet, die er nicht so recht zu deuten vermag. Und gerade jetzt, wo er seinen Rat dringend bräuchte, ist sein bester Freund Sergio nicht erreichbar und Joshua ist auf sich allein gestellt.
Das Buch ist in einer authentischen, recht derben und sexuell aufgeladenen Sprache geschrieben. Der Text wird immer wieder unterbrochen durch Illustrationen, die sich stimmig in das Gesamtbild einfügen. Thematisch widmet sich die Geschichte der Entdeckung der eigenen Sexualität. Dabei steht zwar Joshuas Geschichte im Mittelpunkt, aber auch Sergio, der Geld als Sexarbeiter verdient, Dylan, der zwar Pornos schaut, selber aber keine Lust auf Sex hat, und Lindsay, die Promiskuität als vermeintliche Waffe nutzt, erhalten eine Stimme. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber unterhaltsam. Mélanie Gerber