Estrich, 11 Jahre alt, ist ein spezieller Junge. Das merkt auch der Ex-Partner seiner Mutter, der ihm die Idee einpflanzt, dass er von einem anderen Planeten ist und den Auftrag hat, die Menschen zu verstehen. Seine Beobachtungen schreibt er im Logbuch auf. Die Schwester seiner besten Freundin nimmt es an sich und erpresst ihn damit, weil sie denkt, dass er im Besitz von wertvollen Papieren ist. Doch Estrich versteht nur Bahnhof.
Das Buch ist aus Estrichs Sicht in der dritten Person erzählt, was es für Kinder schwierig machen könnte, in die Geschichte einzutauchen. Erschwert wird die Lektüre durch wenig motivierte oder assoziative Zusammenhänge im Handlungsverlauf. Die Figur Estrich lädt eher dazu ein, als ein neurodivergenter Zwangsneurotiker gelesen zu werden, da Klischees bespielt werden, die ihn zur Karikatur machen. Ein sehr trockener Humor scheint authentisch durch. Ein wenig gelungenes Debüt, das eher als Manuskript denn als Krimi daherkommt und enttäuscht. Alexia Panagiotidis