Zeno, 15 Jahre, neu an der Schule, wird Opfer von Mobbing und sperrt sich zu Hause ein. Seine intimidierende Erfahrung wird durch ein kursierendes Video noch einen Schritt traumatischer. Alle schicken Nachrichten und verlachen ihn. Unter ihnen ist jemand, der «sorry» schreibt. Das Mädchen, das anscheinend Luna heisst, gleichaltrig ist und schwört, das Video nicht geschaut zu haben, bleibt hartnäckig, auch wenn Zeno sie wegstösst. Schreibend werden sie Freunde, doch Luna verbietet ihm, sie jemals im realen Leben zu suchen.
Das Jugendbuch ist durchgängig in transkribierten Sprachnachrichten in Chat- und E-Mail-Form geschrieben und sehr zugänglich. Einzig die Wortwahl (z. B. «Quasselstrippe») hätte zeitgemässer übersetzt werden können. Der Handlungsaufbau überzeugt, bis zum Ende, das wirklich genial ist. Ein Plädoyer, um auch einer fremden Person in Not zu schreiben und einfach da zu sein oder sogar dranzubleiben. Berührend und nachhallend mit tollen Wenden. Alexia Panagiotidis