Nach dem Abitur ist Daniel auf der Suche nach sich selbst. Stundenlang lässt er sich durch das Internet treiben, um so Antworten zu finden. Dabei knüpft er Kontakt mit Steffen, der, wie Daniel, das System hinterfragt. Er verbringt immer mehr Zeit bei Steffen auf dem Land. Die eher politisch radikalen Aussagen von ihm irritieren Daniel jedoch zunehmend. Als Steffen offen zugibt, ein Nationalsozialist zu sein, flüchtet Daniel. Doch er weiss schon zu viel und schwebt in grosser Gefahr.
Einfühlsam wird die Orientierungslosigkeit beim Erwachsenwerden dargestellt, eindringlich erfährt man, mit welchen Mechanismen extremistische Gruppen junge Menschen verführen, und mit Hochspannung verfolgt man Daniels Flucht aus all dem. Der inhaltliche Bezug zur deutschen Politik und Geschichte kann etwas herausfordernd sein, ändert aber nichts an der Kernaussage des Buches. Durch die zugängliche Sprache und die relevanten Themen eignet sich das Buch gut als Klassenlektüre mit Diskussionspotenzial. Katrin Rutner