Fünf Jugendliche, ein Wolf im Wald, die Angst der Dorfbewohner und ein Projekt für einen Hotelbau. Die Aussagen darüber, ob der Wolf toleriert, vertrieben oder gar abgeschossen werden soll, sind sehr unterschiedlich. Marlene und Rudi haben eine klare Meinung, Jonas und Amal sind hin- und hergerissen und Saskia-Mattea stolpert zufällig dazu. Das Wetter schlägt um und ein gewaltiger Schneesturm zieht auf. Jetzt ist Zeit zu handeln. Es kommt zu lebenswichtigen Entscheidungen und einer folgenschweren Verwechslung.
In kurzen und längeren Abschnitten wird hier über das Erleben der Jugendlichen erzählt, die mit der Wolf-Problematik in Berührung kommen. Diese Erzählweise treibt die Geschichte in hohem Tempo voran. Eingeschobene Meinungen von Dorfbewohnern und belegte Fakten und Zahlen im Anhang regen zum Denken oder zum Diskutieren an. Eingestreute, schwungvolle Wolfsbilder in Schwarz-Weiss sind passend gesetzt. Die engagierte Herangehensweise der Autorin überzeugt. Katharina Siegenthaler