«Au! Au! Au!», macht das Holz, aus dem Pinocchio Schritt für Schritt herausspringt. Geppetto, dem er das zu verdanken hat, wird plötzlich Vater der Marionette, die er von null auf erziehen muss. Die Schule hilft da auch nicht weiter. Denn diese schwänzt er schon am ersten Tag. Mit dem Geld fürs Schulbuch geht er ins Marionettentheater und erlebt von da an eine Menge Abenteuer, die ihn nicht nur einmal in Lebensgefahr bringen.
Die raffinierte Nacherzählung feiert den zeitlosen Klassiker mit sprachgewaltigen Dialogen und farbexplosiver Gestaltung. Ganzseitige Acryl-Illustrationen kontrastieren kleinformatige Skizzen. Die Rot-, Blau- und Schwarz-Farbkompositionen sind echte Blickfänge, die von Pinocchios Angst und Neugier zeugen. Die Bilder überreizen und überstrapazieren die Zweidimensionalität des Papiers, was sich mit der Geschichte deckt, wie Pinocchio aus dem Holz herausgeschlagen wird und zu leben beginnt. Ein Buch über einen Schelm aus Holz, der weinen kann und zu Tränen rührt. Alexia Panagiotidis