Das Bilderbuch widmet sich dem Leben von Mascha Kaléko, die die modernistische Poesie revolutioniert hat. In Galizien geboren, wandert sie mit ihrer Familie früh nach Berlin aus. Mascha beginnt Gedichte zu schreiben, und 1933 erscheint ihr erster Gedichtband «Das lyrische Stenograph». Durch Hitlers Machtergreifung in diesem Jahr sollten ihre «leuchtenden Jahre» in Berlin enden. Ihre jüdische Herkunft veranlasst sie und ihren Mann zur Flucht. 1938 migrieren sie in die USA.
Ausrufezeichen an unpassenden Stellen und Kommafehler bei wenig Text fallen negativ auf und lassen den Eindruck entstehen, dass der Text nur Beiwerk sei, was gerade bei einer Sprachkünstlerin ungünstig ist – trotz super Gestaltung. Der disparate Stil der Illustrationen und das Spiel mit Proportionen erzeugen eine nostalgische und maximal unruhige Atmosphäre, in der die frühe Euphorie des Dichtererfolgs der Entfremdung im Exil weicht, oder wie Mascha schreibt: «Die Fremde ist ein kaltes Kleid / Mit einem engen Kragen.» Alexia Panagiotidis