Berlin 1987 – Robert sitzt im Zug aus Westdeutschland nach West-Berlin. Er hat die Schule beendet und muss raus. Raus aus seinem Elternhaus, raus aus der Provinz. In Berlin fasst er schnell Fuss und beginnt eher zufällig eine Tischlerlehre. Die erste eigene Wohnung, die ersten Erfahrungen im Berufsleben, die erste grosse Liebe und schliesslich der erste tiefe Liebeskummer prägen seine Entwicklung.
Im Mittelpunkt des Romans steht klar die Figur Robert. In einer direkten Sprache und sehr einfühlsam schildert der Autor das Verliebtsein und den Schmerz nach der Trennung. Interessant ist die Einbettung in die 1980er-Jahre. Themen wie Alkohol- und Drogenkonsum, das Leben der Nachkriegsgeneration sowie die Trennung Deutschlands werden angesprochen. Manche Aspekte bleiben oberflächlich und wirken eher wie eine Kulisse als wie ein Bestandteil der Geschichte. Das Buch besticht nicht durch unerwartete Wendungen oder grosse Überraschungen, sondern durch seine ehrliche Darstellung der ersten Liebe. Regula Hayoz