In einer Schulklasse gibt es ganz verschiedene Kinder. Unterschiede gibt es z. B. bezüglich Kleidung, Wohnung, Essen, Hobbys … Und ohne dass man es merkt, wird man irgendwo einsortiert. Das ist oft ungerecht – ähnlich wie ein Wettkampf mit unterschiedlichen Startbedingungen. Da reicht es nicht, wenn man sich einfach nur genug anstrengt, um im Leben einen guten Platz zu bekommen. Eigentlich müssten die Regeln geändert werden.
Anhand einer Schulklasse zeigt Gerda Raidt auf, wie die feinen (Herkunfts-)Unterschiede den Lebenslauf beeinflussen können. Mit kindgerechter Sprache und zahlreichen bunten Illustrationen macht sie Zusammenhänge deutlich. Die Darstellungen wirken teils plakativ und reproduzieren Stereotype, z. B. Menschen mit Brille fühlen sich wohl in der Bibliothek, oder eine rassismusbetroffene Frau putzt das Klo. Das Buch muss unbedingt sorgfältig begleitet werden. Nur so kann es Klassismus erklären und Mut machen, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren oder sich Hilfe zu holen. Karin Böjte