Kristoffer liegt im Bett und ist müde. Doch er kann nicht einschlafen. Es sind die vielen Fragen, die ihn wachhalten. Sie kreisen in seinem Kopf wie Planeten. Genau die Planeten, die er sich vorstellt, wenn er an das Weltall denkt. Hat dieses einen Anfang und ein Ende, eine Kante irgendwo? Oder ist es unendlich? Und gibt es ihn überhaupt wirklich oder ist er ein Junge im Traum einer Riesin? Er hat Angst. Er ruft seinen Papa. Papa liest so viel. Kennt er vielleicht die Antworten?
Papa kennt die Antworten nicht. Dafür kennt er den grossen Denker Kant, der sich auch mit dem Nichtverstehenkönnen befasst hat. Während Kristoffer als aufgewecktes, tiefgründiges Kind gezeichnet wird, wirken die Antworten des belesenen Vaters beliebig, unbeholfen und wenig kreativ. Er verpasst die Chance, ein philosophisches Gespräch mit seinem Sohn zu führen, der so sehr danach dürstet. Viele der Illustrationen zeigen die körperliche Nähe der beiden, aber auch Kristoffer allein mit sich und seinen Fragen. Marcella Danelli