Die Hexe Irma sehnt sich nach Veränderung. Veraltete Transportmittel, Kolleginnen, die total aus der Zeit gefallen sind, und die ewig gleichen Freunde – davon hat sie die Nase voll, denn heute sind Superhelden und Filmstars angesagt. Als sie im Supermarkt von einem Jungen als Omi bezeichnet wird, startet sie mit einer Hexerei durch. Ab da wird sie gefeiert, findet Anerkennung und neue Freunde. Doch allmählich wird sie von Heimweh geplagt.
Die Idee von der Hexe, deren Alltag ihr verleidet ist, lässt Spielraum für allerlei kuriose Situationen. Für Kinder verständlich wird Werbung parodiert und Luxus lächerlich gemacht. Filigran gezeichnete Figuren wirken durch ihre Körperproportionen comicartig. Im Fokus ist die Hexe mit violettem Kleid, gelben Zähnen und langer Nase, die Nebenschauplätze sind skizziert oder in blassen Farben gehalten. Der knappe Text ist abgesetzt, Gedanken und Aussagen sind z. T. in Blasen gestellt. Ein Erstlesebuch, das auch im Unterricht eingesetzt werden könnte. Katharina Siegenthaler