Weihnacht ist da, der Wald ist still und der See zugefroren. Wolf zieht mit seinen neuen Schlittschuhen wunderbare Kreise auf die glatte Oberfläche. Es schneit leise. Da knickt er plötzlich ein und kann nicht mehr aufstehen. Sein Bein schmerzt unglaublich. Er ruft um Hilfe. Doch sein Freund Bär ist im Winterschlaf und die liebe Füchsin eilt zur Weihnachtsfeier. Wolf bibbert bereits vor Kälte, als Hase sich zu ihm traut.
Der etwas holprige Text und die sorgfältig gestalteten Bilder zeigen zeitweise Ungereimtheiten auf: z. B. wenn steht, dass die Füchsin geschminkte Lippen und lackierte Nägel hat, man es aber nicht sieht. Als Betrachtende wird man in eine verschneite Winterwald-Landschaft am Rande der Dämmerung versetzt. Alle dargestellten Tiere tragen Kleider, benehmen sich wie Menschen und dienen so der Leserschaft zur Identifikation mit der Geschichte. Wer hier in Not gerät, kann sich zwar nicht auf vermeintliche Freunde verlassen, erhält dafür aber von unerwarteter Seite Hilfe. Katharina Siegenthaler