Der Wind pustet Frau Honig in ein Schulhaus, wo sie – der Wind musste seine Gründe haben – bereits als Aushilfslehrerin in der schwierigen Klasse 4b erwartet wird. Mit einem lautstarken Durcheinander beginnt Frau Honigs Vertretungswoche, aber dann springt die Kreide an die Wandtafel und schreibt von ganz allein. Als Frau Honig den Stundenplan zerknüllt und mit Papierstreifen einen neuen strickt, werden die Kinder zunehmend neugierig. «Wir lernen, was wir lernen wollen», erklärt Frau Honig, und zwar ohne 45-Minuten-Takt. Aus ihrer Tasche zaubert sie alles hervor, was es braucht, und die Klasse erlebt eine inspirierende Schulwoche, in der auch Mathe nicht zu kurz kommt, denn «die kommt ganz allein, wenn man nicht damit rechnet».
Augenzwinkernd mit viel Wortwitz übt diese Schulgeschichte Kritik am herrschenden Schulsystem. Wie können Fantasie, Kreativität, Spass und Umweltbewusstsein angeregt werden? Frau Honig – eine Mary Poppins für die Schule – zeigt, wie es geht. Katharina Kellerhals