Beute, Bote, Sündenbock, Familienmitglied: All das und vieles mehr können Tiere für den Menschen sein. Wie eng verknüpft deren Schicksale sind, zeigen die Tiere auf, die hier das Wort haben. Vor 200'000 Jahren sichtet ein Dikdik einen dieser seltsamen Zweibeiner, 1961 wird ein Schimpanse von ihm ins Weltall katapultiert. Rundherum erzählen verschiedenste Tiere in kurzen Passagen über ihre individuelle Beziehung zu den Menschen. Dazu lässt sich in Sachtexten Allgemeineres lernen, etwa über die Entstehung der Massentierhaltung.
Diese besondere Geschichte der Menschheit lässt tief in das komplizierte Verhältnis der Tiere zu den Menschen blicken und zeigt die Konsequenzen auf, die der Siegeszug des Menschen an die Spitze der Nahrungskette mit sich bringt. Die Illustrationen mit ihren kräftigen, statten Farben sind ein Kunstwerk für sich, wohingegen die anspruchsvolle Sprache hie und da holprig wirkt. Ein Buch, das die Empathie für Tiere und Menschen wachsen lässt. Agnes Siegenthaler