Romeos Vater wird bald sterben. Während der krebsbedingte Sterbeprozess seine Mutter ganz in Beschlag nimmt und sie sich deshalb weniger um Romeo kümmern kann, lernt dieser das Nachbarsmädchen Jessi kennen, die vor kurzem nebenan eingezogen ist. Am ersten Schultag erzählt sie der Klasse vom Tod ihrer Mutter, und sofort fühlt sich Romeo verbunden mit ihr. Gemeinsam wollen sie seinem Vater den Wunsch erfüllen, die Wüste zu sehen. Aber haben sie genug Geld und vor allem Zeit?
Das Kinderbuch startet nicht, wie in diesem Genre eigentlich zu erwarten, mit dem Tod eines bereits verstorbenen Elternteils, sondern begleitet und thematisiert den Sterbeprozess vor allem aus der Sicht des Kindes. Trotz der todtraurigen Inhalte überwiegt der dargestellte Zusammenhalt, insbesondere zwischen grundverschiedenen Nachbarn wie Romeos und Jessis Familie. Diese erweisen sich als moderne Samariter und legen eine Hilfsbereitschaft an den Tag, die heute immer seltener wird, aber wichtiger denn je ist. Alexia Panagiotidis