Jodok wohnt mit seinen Eltern seit sechs Monaten auf dem Land in einem ausgemusterten Eisenbahnwagen. Er vermisst seinen Freund und das Leben in der Stadt. Es ist Winter und er möchte Schlitten fahren, aber der Schnee fehlt. Plötzlich weht ein Sturm, ein Flugzeug muss notlanden und ein Gepard aus Tansania entkommt. Jodok macht sich Sorgen um Tinu: Was wird er fressen? Wird er in der kalten Schweizer Winternacht frieren?
Einfühlsam wird die kurze Geschichte zwischen Jodok und Tinu erzählt, die beide grosses Heimweh nach ihrem alten Zuhause haben. Text und Bild verbinden die nächtliche Begegnung: Die Dunkelheit der Nacht wird in schwarzen Tönen spürbar, während sich mit jedem Schritt und jedem Gedanken ein wenig mehr Licht in die Geschichte schiebt, bis aus der tiefen, schwarzen Schneenacht langsam ein hellblauer Wintermorgen wird. Eine gefühlvolle Geschichte über Heimweh, Mut und Freundschaft und über zwei Wesen, die in einer fremden Umgebung ein Stück Heimat ineinander finden. Poetisch. Ameli Baraldi