1856 fanden Arbeiter im Neandertal Knochen eines bis dahin unbekannten Urmenschen – eine Entdeckung, die das Verständnis der Menschheitsgeschichte veränderte. Bis die Funde anerkannt wurden, vergingen Jahre. Viele Wissenschaftler zweifelten an ihrer Bedeutung und lehnten Darwins Evolutionstheorie ab. Erst weitere Fossilienfunde bewiesen, dass die Neandertaler geschickte Jäger waren, Werkzeuge herstellten und eng mit dem modernen Menschen verwandt sind.
Das erzählende Sachbuch im handlichen Format mit comicartigen Illustrationen spricht Kinder der unteren Mittelstufe an. Die vorgestellten Hauptfiguren mit Namen und Bild erleichtern den Zugang zusätzlich. Die kleine Schrift, die dichten Textabschnitte mit anspruchsvollen Begriffen und die Gestaltung mit direkter Rede setzen jedoch eine gute Lesekompetenz voraus. Das umfangreiche Glossar hilft dabei nur bedingt. Auch die zahlreichen ironischen Bemerkungen erschweren das Verständnis eher, als dass sie zur Wissensvermittlung beitragen. Katharina Marti