Genüsslich räkelt sich der grün gestreifte Frosch auf seiner zartgelben Kelchblume. Zeit für einen Morgenspaziergang, denkt er. Danach gönnt er sich einen Bananendrink und erfrischt sich beim Schwimmen. Wie immer! Als er durch die Kuppel des Glashauses schaut, entdeckt er einen Schwarm Vögel, die nach nach Süden fliegen. Es muss Herbst sein. Kurz ertappt er sich bei dem Gedanken, dass er mit den Vögeln die Welt da draussen erkunden möchte. Wie albern, findet er sogleich. Hier drinnen hat er doch alles, was er braucht, und die tägliche Routine verspricht Sicherheit.
Vorhersehbarkeit und Gewohnheiten geben dem Frosch Schutz. Doch ist das wirklich erstrebenswert? Fehr gelingt das Kunststück, philosophische Fragen in eine temporeiche Geschichte zu verpacken, die auch die Kleinsten schon verstehen können. Kollys Panelbilder überzeugen mit schwungvollen, dicken Linien und ausdrucksstarken, einfachen Bildern, die Fehrs Text ergänzen. Christina Weirich