Ein kleines Mädchen findet in einer Pfütze einen Fisch und rettet ihn. Es kümmert sich um sein Wohlergehen, bis es realisiert, dass er nur im Wasser glücklich werden kann. Also zieht es los durch Feld und Wald und bringt ihn zurück ans Meer, wo er seinen Artgenossen begegnet. Obwohl es traurig über den Verlust des neuen Freundes ist, lässt es ihn ziehen.
Auf grosszügig gemalten, farbigen Bildern erzählt die Autorin die Geschichte. Auf jeder Seite wird ein Streifen oder ein Rechteck ausgespart, in dem der kurze Text in deutlicher Schrift gedruckt ist. Doppelseitige Landschaftsbilder wechseln sich mit detaillierten Nahaufnahmen ab. Die Farben sind auf die jeweiligen Orte abgestimmt: Dunkel im Urwald, zart im Innern des Hauses und transparent im Wasser. Was das Mädchen alles mit dem Fisch erlebt, ist nicht realistisch, sondern eher traumhaft. Der Autorin geht es vor allem darum, die Landschaft Südamerikas, die Nächstenliebe und den Mut des Mädchens zu feiern. Monika Fuhrer