Als ein Junge nach dem Umzug die Gegend erkundet, entdeckt er ein Gartenhäuschen, in dem ein Eisbär wohnt. Die beiden freunden sich an, und weil der Eisbär ein Sammler ist, bringt ihm der Junge immer etwas mit, wenn er ihn besucht: einen Knopf, einen Stift, eine Zeichnung, ein Schneckenhaus. Eines Tages zeigt ihm der Eisbär seine farbigen Punkte. Er hat diese jedes Mal, wenn er glücklich war, in ein Heft gemalt: beim Kirschenessen, beim Zusehen, wie die Sonne untergeht, wenn es schneit oder beim Gummihüpfen.
Die Punktesammlung des Eisbären zeigt, wie naheliegend alltägliches Glück sein kann. Unterstrichen wird dieses Gefühl durch Helga Banschs Illustrationen. Bei deren Betrachten fühlt man sich gleich leicht und heiter. Die Seiten leuchten, die ungewohnten Perspektiven überraschen, der Gesichtsausdruck der Figuren zeigt, wie gerne sie tun, was sie tun. Dass der Eisbär am Ende verschwindet, stimmt ein wenig traurig. Tröstlich aber, dass er das Heft und die Stifte dagelassen hat. Marcella Danelli