Katja Seifert dokumentiert in ihrem Sachbilderbuch, wie sich die Beziehung der Menschen zu den Bergen nach und nach gewandelt hat. Galten Berge früher als unüberwindbar und magisch, zogen sie mit der Zeit erste Pionierinnen und Pioniere an, die sich in die Höhe wagten. Erste Erfolge von Besteigungen wurden breiter imitiert, und damit begann der Wettlauf auf die Gipfel der Erde, verbunden mit Extremsportarten und Höhen-Rekorden. Heute gehören grosse Teile des alpinen Raumes dem Massentourismus, welcher Themen wie Umweltschutz und Vermarktung nach sich zieht.
Die in warmen Farbstifttönen gezeichneten Bilder erzeugen ein Gefühl der Ruhe und Grösse, die Menschen in den Bergen erfahren. Zudem betonen filigrane Details auf weiten Flächen das Grössenverhältnis zwischen Mensch und Natur. Besonders eindrücklich wirkt die Menschenkolonne auf dem Weg zum Dach der Welt. Ein opulentes, sorgfältig konzipiertes Buch, das die vielen Facetten des Alpinismus – auch kritisch – beleuchtet. Marcella Danelli
