Wenn man den Kater Georg streichelt, dann schnurrt er behaglich. Doch nun ist er verschwunden. Klar, er war schon öfter weg, aber nie so lange wie jetzt. Wo ist er nur? Niemand hat ihn gesehen und auch an seinen Lieblingsplätzen ist er unauffindbar, sosehr man sich umschaut und nach ihm ruft. Kann es sein, dass er gar nie mehr heimkommt oder sogar tot ist? Das wäre sehr, sehr ungerecht!
Ein Junge sucht mit seinem Vater das geliebte Tier. Dabei werden Themen wie Verlust und Tod behutsam und kindergerecht angesprochen. Der Text steht in den freien Flächen der minimalistisch gehaltenen Bilder. Kühle Blautöne vermischt mit warmen Farben zeigen Struktur und wirken handgedruckt. Klar umrissen ist alles, was im Fokus der Wahrnehmung der Protagonisten steht, während anderes zur verschwommenen Nebensächlichkeit wird. Klug miteinbezogen ist das Spiel mit den Proportionen. Diese eigenwillig illustrierte, wirklichkeitsnahe Geschichte sei allen empfohlen, zuhause und im Unterricht. Katharina Siegenthaler