Der elfjährige Arian hat Angst, nach Hause zu gehen, deshalb trödelt er. Seit Papa zu seiner Freundin gezogen ist, weiss er nie, was ihn erwartet: Schreit Mama? Wird etwas kaputtgehen? Früher war sein Zuhause voll Lachen und Wärme. Jetzt riecht es nach Schnaps, ist unordentlich, statt seines Lieblingsessens gibt es nur aufgewärmte Dosenravioli. Und weil er so viel Kummer hat, vergisst er sogar manchmal, selbst das zu essen. Früher hat er gern in Blau gemalt, jetzt sind seine Bilder dunkel. Freunde lädt er nicht mehr nach Hause ein. Dann erinnert er sich an die Worte seiner Lehrerin: «Es gibt Menschen, die dir helfen.»
Kurze Sätze und viele Dialoge vermitteln authentisch Arians innere und äussere Welt. Die Illustrationen erweitern diese Gefühlswelten, z.B. durch die Anpassung der Farben. Ein Fachteil für Erwachsene, ein Gefühlstagebuch sowie Notrufnummern (jedoch nur für Deutschland) runden die Geschichte ab. Für Schule und Facheinrichtungen, alle, die leise rufen, und die, die hinhören. Christina Weirich