Dulcinea ist mit ihrer Gans Luna allein. Der Vater ist für drei Tage auf den Markt gefahren. Jetzt kann sie ungestört das versteckte Zauberbuch hervornehmen, aufschlagen und die Sprüche auswendig lernen. Das Buch hat sie der «bösen Hexe» mit einem Trick abgeluchst. Später begegnet sie einer kleinen Frau, die nach dem Weg fragt. Dass sie die Schwester der «bösen Hexe» ist und genau dieses Zauberbuch für die nächsten 100 Jahre haben will, ahnt Dulcinea noch nicht.
Ein Zauberbuch, böse Hexen, sprechende Tiere, abwesende Erwachsene und ein mutiges Kind ‒ das sind die Zutaten für dieses spannende Abenteuermärchen. Die comicartigen Bilder sind auf das Wesentliche reduziert und manchmal nur partiell eingefärbt. Dass die Hexen weisse Kleider tragen und Dulcinea Fehler macht, bricht diskret mit dem traditionellen Bild von Märchenfiguren. Mit viel direkter Rede, unvorhergesehenen Wendungen und kurzen Kapiteln ist das Buch geeignet zum Vorlesen und kann unabhängig von Band 1 gelesen werden. Katharina Siegenthaler