Der Kleine darf nicht mit seinem grossen Bruder und seinen Freunden auf eine Velotour, weil er zu langsam ist. Er versucht trotzdem mitzuhalten, wird aber schon bald abgehängt. Plötzlich kommt er vom Weg ab und stürzt. Unverletzt, aber richtig wütend stösst er sein Velo zurück auf den Weg. Dabei sieht er eine Schnecke auf einem Baum. Als er ihr nachklettert, entdeckt er einen wunderschönen Ausblick. Schliesslich kehrt er glücklich (und noch vor den Grossen!) heim.
Minu Kim erzählt dieses Alltagsabenteuer mit feinem, schwarzem Strich auf weissem Hintergrund. Einzige Farbtupfer bis zur überraschenden Aussicht sind der Velohelm und das Schneckenhaus. Die Illustrationen sind meist doppelseitig, ab und zu gibt es aber auch kleinere Panels. Dieser Mix zwischen Bilderbuch und Comic und die verschiedenen Perspektiven wirken fast filmisch. Eine kleine, feine Geschichte, die Mut macht und zeigt, dass jede:r die Hauptfigur dieser Welt sein kann. Karin Böjte
