Lou ist fünf Jahre alt. Da sie Epilepsie hat, geht sie regelmässig zur Kontrolle ins Krankenhaus. Dort wird ihr mit Kabeln in den Kopf geschaut. Damit sie keine Anfälle bekommt, schluckt Lou jeden Tag bitter schmeckende Medikamente. Denn Anfälle fühlen sich wie ein Wirbelsturm im Kopf an, und wenn sie vorbei sind, ist Lou so müde wie ein Bär. Lous Freunde passen auf sie auf – mit ihnen zusammen bewältigt sie den Alltag.
Aus ihrer beider Erfahrungen mit Epilepsie hat die Autorin zusammen mit ihrer Tochter dieses farbenfrohe Buch voller eigenwillig illustrierter Figuren – z. B. mit blauer Hautfarbe und an Gurken erinnernden Nasen – entwickelt. Aus Sicht des Kindes erklärt es den Umgang mit Epilepsie, und was dies für den Alltag bedeutet. So übersetzt die Autorin den Terminalschlaf, die Erschöpfung, die nach einem Grand-Mal-Anfall einsetzt, als Bärenschlaf. Für kleinere Kinder schliesst sich eine Lücke zur Aufklärung über Epilepsie. Christina Weirich