Coco ist mit ihrer fröhlichen, etwas chaotischen, aber sehr liebevollen Familie gerade umgezogen. Nach einem Besuch der neuen Nachbarin soll Coco mit deren Sohn Maik spielen. Cocos Begeisterung hält sich in Grenzen, ist er doch jünger als sie und irgendwie seltsam. Neben seinen plötzlichen Wutanfällen und seinem nervenden Fachwissen über Fische hält Coco auch die unterkühlte Atmosphäre im Haus der Nachbarn davon ab, wirklich Freundschaft zu schliessen. Weil Coco aber Mitleid mit Maik hat, trifft sie sich weiter mit ihm. Doch dann spitzt sich die Lage zu und Maik verschwindet.
Armin Kaster ist es gelungen, Wut, Einsamkeit, Trennung der Eltern, Verantwortung und Freundschaft einfühlsam in einer berührenden Geschichte zu thematisieren. Vor allem für die Gefühle der Kinder findet er sehr passende Vergleiche und Bilder, die eine schöne Grundlage für Gespräche bilden können. Ein wertvolles Buch auch zum Vorlesen; zu Themen, die Kinder beschäftigen und manchmal auch belasten. Katrin Rutner