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Anzahl Resultate: 3
Titel: Sag was!
Kollation: Broschur, 80 S., Neuauflage
Verlag, Jahr: Oetinger, 2019
ISBN: 978-3-8415-0606-1
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Rassismus
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.07.2019
Sag was! Radikal höflich gegen Rechtspopulismus argumentieren
Wir leben in einer freiheitlichen Welt, und doch werden Demokratie, Sozialstaat und Asylrecht immer wieder in Frage gestellt mit Worten wie Lügenpresse, Flüchtlingsflut, Asyltourismus oder Gutmenschen. Wortbilder, denen wir tagtäglich begegnen, verändern unser Denken; deshalb ist es wichtig, diese zu hinterfragen. „Sag was“ erklärt zuerst Begriffe wie konservativ, rechtspopulistisch, rechtsextrem und erläutert dann anhand von konkreten Beispielen, wie mit populistischen Verallgemeinerungen umgegangen werden könnte. Zwar gibt es kein Patentrezept, doch wird aufgezeigt, wie die vereinfachenden Äusserungen hinterfragt und wie argumentiert werden könnte.
> Das Buch macht Mut, den Versuch zu wagen und sich einzumischen, wenn man respektlose Vereinfachungen oder abschätzige Bemerkungen hört. Die Beispiele beziehen sich auf Deutschland, aber rassistische Äusserungen, vereinfachende Rundumschläge und Schuldzuweisungen sind auch in der Schweiz alltäglich. Barbara Schwaller

Titel: Schliess die Augen und sag mir, was du siehst
Kollation: -
Verlag, Jahr: Arena, 2008
ISBN: 978-3-401-02731-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: -
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.07.2016
Schliess die Augen und sag mir, was du siehst
Nach den Sommerferien wird Raaf (10) nicht mehr an seine Schule zurückkehren. Er verliert langsam sein Augenlicht und muss deshalb in eine Spezialschule eintreten. Der Junge spürt eine unbändige Wut in sich. Er verschliesst sich, schwänzt die Schule und durchstreift mit seinem Rad die Insel. Da trifft er auf eine Gruppe sehbehinderter Jungen. Er schliesst sich ihnen an und getraut sich, sie zu fragen, wie es ist, ein Leben ohne Licht zu führen. – Der Text ist genau und gut zu verstehen. Die Hilflosigkeit und Überforderung der Eltern werden treffend beschrieben. Beeindruckt hat mich, wie die Sehbehinderten erzählen, wie sie die Natur mit ihren andern Sinnen sehen und erfahren. Das Zusammentreffen von Raaf und der Gruppe wirkt konstruiert. Oft wird der Begriff "blind" verwendet, obwohl einige noch Sehreste haben. Es wäre hilfreich, wenn im Anhang etwas über die verschiedenen Sehbehinderungen zu erfahren wäre. Monika Aeschlimann

Titel: Alles, was ich sage, ist wahr
Kollation: A. d. Schwed., Broschur, 252 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2014
ISBN: 978-3-407-81156-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Entwicklung, Trauer
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.04.2014
Alles, was ich sage, ist wahr
"Und Alicia?" fragt Mama. "Was hast du heute gemacht?" "Heute", sage ich, "heute habe ich hauptsächlich die Schule geschmissen." Alicia ist auf der Suche nach ihrem eigenen Weg im Leben, denn sie will nicht das tun, was alle anderen machen. Sie weiss nur noch nicht so genau, wie das gehen soll. So jobbt sie für kurze Zeit in einem Café und begegnet dort einem griechischen Gott, den sie unbedingt heiraten will. Nur weiss dieser noch nichts davon. Dann stirbt ihre geliebte Oma, und Alicias Welt gerät vollends aus den Fugen.
> Die schwedische Autorin erzählt in ihrem mit der Nils-Holgersson-Plakette ausgezeichneten, entwicklungsorientierten Jugendbuch vom Ausbruch aus einer alltäglichen Situation und der damit verbundenen Sinnsuche. Dabei schafft sie es mit einem ganz starken Einstieg und ungezwungenem Erzählton, die Aufmerksamkeit der Lesenden zu gewinnen. Der meist wunderbar leichte Roman hat durchaus psychologische Tiefe und zeigt mögliche Lösungen auf. Béatrice Wälti-Fivaz