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Anzahl Resultate: 1
Titel: Ostwind – Aris Ankunft
Reihe: Ostwind 5
Kollation: Geb., 261 S.
Verlag, Jahr: Alias Entertainment, 2017
ISBN: 978-3-940919-15-1
Kategorie:
Schlagwort: Pferd, Soziales
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.01.2018
Ostwind – Aris Ankunft
Nach einem Brand auf seiner Weide ist Ostwind nicht mehr der Alte. Ängstlich und nervös verweigert er das Futter. Zerbrochen scheint Mikas enge Bindung zu ihrem Hengst. Herr Kann erzählt ihr das Ende einer alten Legende, nach der ein zweites Pferdewesen existiert – der Krieger. Den sucht sich das Pferd selbst aus, denn er wird ihm wieder Kraft und Mut schenken. Mika trifft eine schwere Entscheidung: Sie verlässt Ostwind. Derweil überträgt Frau Kaltenbach die Leitung des immer noch angeschlagenen Gestüts Isabell. Diese verdreht ihrerseits Sam den Kopf, sehr zum Verdruss Fannys. Mit Ankunft des Waisenkindes Ari überschlagen sich bald die Ereignisse.
> Das Motiv der Ostwind-Serie bleibt auch hier bestehen, denn mit der stimmigen und starken Einführung der 13-jährigen Ari positioniert sich ein emotionsgeladener Charakter, der – wie Ostwind und Mika im ersten Band – von der Umgebung falsch eingeschätzt und entsprechend behandelt wird. Nur Fanny sieht mehr und verhilft Ari zu einer Chance, ihr Leben zu ändern. Überzeugend ist ihre unbändige Wildheit, und die Mischung aus misstrauisch-verletzlichem Kind und wütend-kriegerischem Teenager wächst dem Leser rasch ans Herz. Neben Sympathieträgerrollen wie der ironischen Fanny setzt der stringente Plot auf neue machtbesessene und intrigante Figuren wie Isabell. Zwar steht Fannys Entführung des Waisenkindes punkto Logik auf etwas wackligen Füssen, doch das dürfte die Fans ebenso wenig stören wie die vorhersehbare Handlung. Hingegen degradieren die vielen Handlungsstränge der Menschen Ostwind eher in die Nebenrolle. Für kurzweilige Atemlosigkeit sorgt das actionreiche Ende. Die Ingredienzen aus Zivilcourage, Zusammenhalt, Liebe, Eifersucht, Macht und Intrige gemischt mit einem Schuss Action und der Moral, das gehen zu lassen, was man liebt, liefern eine überzeugende Fortsetzung der Serie – nicht nur für Fans. Christina Weirich