Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 6
Titel: Lanz
Kollation: Geb., 124 S.
Verlag, Jahr: Nagel & Kimche, 2017
ISBN: 978-3-312-01022-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Entwicklung, Pubertät
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.06.2017
Lanz
Das Schulprojekt „Ich schreibe einen Blog“ hat der 14-jährige Lanzelot, kurz Lanz, nur gewählt, weil sich angeblich auch die hübsche Lynn dafür angemeldet hat. Diese taucht vorerst aber nicht auf, und die von seinem ungeliebten Klassenlehrer geleitete Schreibwoche fängt denkbar schlecht an. „Ich wollte Lynn und keinen scheiss Blog." In der schwierigen Phase zwischen Kind- und Erwachsensein verbringt Lanz seine Zeit mit Gamen, Musikhören und Kiffen – und hat keine Ahnung, wovon er schreiben soll. Doch nach und nach erzählt er in seinem Blog unverblümt und ehrlich von all dem, was ihn bewegt: von seinem Aufwachsen in einem Dorf nahe Bern, dem Alltag mit seinen getrennt lebenden Eltern oder den unbeholfenen Annäherungsversuchen an Lynn. Kurz bevor Lanz aus seinem Blog vorlesen muss, hat er eine Idee, die ihn plötzlich euphorisch werden lässt.
> Flurin Jeckers Debütroman umfasst eine Zeitspanne von Montag bis Freitag (ein einzelner, später verfasster Eintrag schliesst den Blog ab). Diese fünf Tage genügen dem Autor, um einen tiefen Einblick in das Leben seines Protagonisten zu geben. Lanz’ Sinnsuche, seine Beobachtungen, Ängste und Hoffnungen wirken ebenso echt wie sein Gefühl, manchmal der einzige Mensch auf der Welt und „eigentlich noch gar nichts“ zu sein. Auch wenn manche deftigen Ausdrücke in der von Schweizerdeutsch gefärbten Jugendsprache etwas gar häufig auftauchen (Mongo, behindert, Anschiss ...), trifft Jecker den richtigen Ton. Manchmal wird die Sprache auch poetisch, z. B. dort, wo Lanz einen nächtlichen Spaziergang oder das Heimkommen in die stille Wohnung beschreibt. Und wenn er schildert, wie er sich damals bei „Babs'“ Auszug nicht entscheiden konnte, wohin seine liebste Plüschfigur gehört, wächst er einem richtig ans Herz. Der Entwicklungsroman, laut Autor ein Buch für Erwachsene, dürfte auch Jugendliche interessieren. Obwohl viele ihren privaten und schulischen Alltag hoffentlich optimistischer sehen als Lanz, beschreibt dessen Blog glaubhaft einen Teil ihrer Realität. Doris Lanz

Titel: Pflanz mal was!
Kollation: A. d. Schwed., geb., farb. illustr., 79 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2017
ISBN: 978-3-407-82219-2
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Garten, Natur
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.04.2017
Pflanz mal was! Vom Säen bis zum Ernten
Wie befriedigend ist es, all seine Freunde zum Erntefest einzuladen und ihnen vom selber gezogenen Gemüse und den süssen Beeren Kostproben anzubieten! Bis es aber so weit ist, sind viele verschiedene Arbeitsschritte nötig. Dazu braucht es einige Gerätschaften und etwas Geschick und Geduld. Von der Aussaat über die Pflege bis zur Ernte werden in diesem ansprechenden Sachbilderbuch alle wichtigen Schritte beschrieben. Die Bestäubung durch Insekten wie die Gewinnung von neuen Samen für die nächste "Pflanzengeneration" werden ebenfalls nicht ausgelassen.
> Inspiriert von Rosendals Trädgard in Stockholm ist eine für Kinder verständliche Anleitung zum Gärtnern entstanden. Zahlreiche Fotos und sorgfältig gestaltete, übersichtliche Collagen veranschaulichen den einfachen, kindergerechten Text. Der logische Aufbau und die Beschränkung auf gut realisierbare Experimente zeichnen dieses Buch aus und garantieren den Erfolg der kleinen Gärtnerinnen und Gärtner. Monika Fuhrer

Titel: Eintritt frei! – Das Museum der Pflanzen
Reihe: Eintritt frei!
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., 95 S., 28 cm x 38 cm
Verlag, Jahr: Prestel, 2016
ISBN: 978-3-7913-7266-2
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Biologie, Pflanzen
Alter: mehrere Stufen
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 13.12.2016
Eintritt frei! – Das Museum der Pflanzen
Durch sieben Säle führen uns Katie Scott und Kathy Willis in diesem wunderschönen dritten Band der Museums-Reihe. Wir erfahren mehr über die ersten Pflanzen, die Jahrmillionen länger existieren als der Mensch. Algen, die in Süss- oder Salzwasser leben, oder aber in Gletscherspalten im Hochgebirge. Wir verweilen bei essbaren Knollen, Kartoffeln, Schwarzwurzeln oder Ingwer und landen irgendwann bei all jenen Lebenskünstlern, die sich einem unwirtlichen Lebensraum anpassen und selbst an Orten überleben, an denen kaum Leben möglich scheint.
> Ein Buch, das mehr sein will als wunderschön – und dies auch ist! Begleitet von erstaunlichen und spannenden Fakten rund um die Pflanzenwelt, ist jede Seite ein Kunstwerk für sich und begeistert Sammler schöner Bilder- oder Sachbücher gleichermassen wie neugierige Pflanzenfreunde. Mit dem Stil alter Bestimmungstafeln bleibt sich die Illustratorin treu und schafft ein weiteres Kleinod im Bücherregal. Schöne Bindung, tolle Haptik, ein Buch für Geniesser! Andrea Eichenberger

Titel: Wald – Von Tieren, Pflanzen, Urwaldmenschen
Kollation: -
Verlag, Jahr: Kosmos, 2007
ISBN: 978-3-440-10804-8
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: -
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.07.2016
Wald – Von Tieren, Pflanzen, Urwaldmenschen
Geolino Menschen Welten Abenteuer. Wälder gehören zu den eindrücklichsten Lebensräumen der Erde. Der Artenreichtum an Tieren und Pflanzen ist ebenso beeindruckend, wie die Fähigkeit des Waldes, sich unterschiedlichen Klimabedingungen anzupassen. – Meist auf zwei bis vier Doppelseiten wird ein Thema abgehandelt. Die Themen umfassen ein breites Spektrum des Waldes. So werden neben dem europäischen Wald, der Holzverarbeitung und den tropischen Regenwäldern, auch das Thema Bernstein und die Koalabären als die Feinschmecker der Eukalyptuswälder beschrieben. Die einzelnen Kapitel sind erzählerisch eingeleitet und danach mit naturwissenschaftlichem Fachwissen ergänzt. Den beiden Autoren ist es gelungen den Text seriös und dennoch populärwissenschaftlich zu vermitteln. Die Fotos sind ausgezeichnet, detailgetreu und informativ. So wie man sie aus den Geolino-Heften kennt. Ein Buch, das in jeder Schulbibliothek seinen Platz findet. Monika Enderli Signer

Titel: Lola glänzt
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: NordSüd, 2014
ISBN: 978-3-314-10203-5
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Tiere, Freundschaft
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.07.2014
Lola glänzt
Wer ist schuld daran, dass Lola Laufente heute weder den Bauernblumengarten noch den knackigen Salat sieht? Lolas Sicht wird von ihrem potentiellen Futter verdeckt: Eine dicke Nacktschnecke hinterlässt nicht nur auf dem Gefieder der Ente ihre wunderbare Glitzerspur, nein, sie schleimt sich auch in deren Herz. Doch die glitzrige Lola zieht auch den Blick des hungrigen Fuchses auf sich. Das Glitzerkleid muss abgewaschen werden, dabei geht die neue Freundin verloren. Doch alles wird gut!
> Hinterlässt eine Nacktschnecke tatsächlich eine Schleimspur? Oder geschieht dies nur nach Kontakt mit Schneckenkörnern? Dieser Frage müsste man auf den Grund gehen, wenn man beim Gartenspaziergang auf eine Nacktschnecke trifft. Lola erlebt durch die Freundschaft mit der Schnecke einen zweiten Frühling, fühlt sich schön und geliebt. Sonst birgt das Bilderbuch wenig Überraschendes. Die Idee ist amüsant, die daraus resultierende Geschichte aber weder sprachlich noch inhaltlich interessant. Kathrin Wyss Engler

Titel: Wildpflanzenküche
Reihe: Kinderwerkstatt
Kollation: Geb., farb. illustr., 198 S.
Verlag, Jahr: AT Verlag, 2013
ISBN: 978-3-03800-569-8
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Kochen, Pflanzen
Alter: mehrere Stufen
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 04.03.2014
Wildpflanzenküche Mit Kindern sammeln, kochen, die Natur erleben
Holunderbeerenverschmierte Hände und Dreckmäuler lachen einem aus diesem Buch strahlend entgegen. Kinder in Regenhosen riechen an Bärlauch und sammeln Hagebutten, je nach Jahreszeit. Zum Mittagessen gibt es "Feuerschnecken mit Brennnessel-Bärlauchpesto", eine Leckerei, bei der das Zutatensammeln, Feuermachen, Zubereiten und Backen genauso Spass macht wie das Essen. Zum Nachtisch folgen "Erdbeeren mit Gänseblümchen und Holunderblütensirup" - ebenfalls selbst gesammelt und gekocht.
> Mit Kindern die Natur begreifen – im wahrsten Sinn des Wortes. Erkunden, staunen, lernen. Pflücken, schnippeln, braten. Dieses Sammelsurium kreativer, aber einfach nachzukochender Genüsse mach Lust auf kulinarische Experimente und Entdeckungen mit Schleckmäulern ab drei Jahren. Wer Kindern in ihren Kompetenzen vertraut und sie begleitet, findet in diesem umfangreichen Wildpflanzenwerk eine wunderbare Sammlung an Rezepten, Spielen, Versen und Bastelideen. Herrlich gluschtig! Andrea Eichenberger